15.04.2017 FSV Blau-Weiß Greifswald vs. Greifswalder FC II 2:2 (1:0)

Greifswalder Derby endet unentschieden

Am 18. Spieltag der Nordstaffel der Fußball-Landesliga trennten sich am Samstag der FSV Blau-Weiß Greifswald und der Greifswalder FC II 2:2. Das Remis war letztlich leistungsgerecht. „Beide Teams hatten ihre Phasen, das Momentum wechselte mehrfach die Seiten“, resümierte Blau-Weiß-Coach Andreas Reiter nach dem Schlusspfiff.

In den ersten Minuten der Partie waren die Gastgeber tonangebend. Früh bedrängten sie die Verbandsligareserve und provozierten Ballverluste tief in des Gegners Hälfte. Der GFC hatte zu diesem Zeitpunkt mit starkem Gegenwind zu kämpfen – ein wichtiger Faktor in einer Partie, die auch vom Wetter maßgeblich beeinflusst wurde. Der Platz am St. Georgsfeld war stark durchweicht und im Mittelkreis voller Pfützen. Blau-Weiß konnte aus vielen Halbchancen jedoch zunächst kein Kapital schlagen, sodass die Gäste besser in die Partie fanden. Zwischen Starkregen und Blitz und Donner hatte dennoch der gut aufgelegte Dorian Tank die erste klare Torchance, als er aus 20 Metern an Moritz Bohm scheiterte. Der erste Treffer fiel erst mit dem Pausenpfiff. Eine unklare Situation nutzte der in Spielmacherposition aufgebotene Jan Ehlert gedankenschnell und verwandelte per Volley zur Führung für die Heimmannschaft zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt. Der Torschütze war mit dem Endergebnis schließlich auch deshalb nicht ganz zufrieden: „Schade, dass wir danach doch noch zwei Punkte weggeschenkt haben.“

In der zweiten Halbzeit wogte die Partie zunächst hin und her. Beide Teams kämpften mit offenem Visier und zeigten zeitweise gelungene Kombinationen. Nun spielte der Wind eher dem GFC in die Karten. In der 58. Minute entstand im Blau-Weiß-Strafraum eine ähnliche Situation wie vor der Halbzeit auf der Gegenseite. Nach kapitalen Abspielfehlern der Hausherren bekamen die Gäste das Spielgerät unter Kontrolle und Ronny Krüger hatte schließlich keine Mühe zum Ausgleich einzunetzen. „Dass wir in dieser Phase zurückgekommen sind, war auf dem schwer bespielbaren Platz sehr wichtig“, so GFC-Kapitän Alexander Glandt. „Wir wollten natürlich auch auf Sieg spielen, obwohl uns wichtige Spieler wie Dirk Erdmann gefehlt haben.“ Doch auch bei den Gastgebern gab es einige Ausfälle zu beklagen. Michael Putzki und Philipp Kleberc etwa waren gelbgesperrt. Dass der Tabellenvierte es auf die drei Punkte abgesehen hatte, zeigte sich spätestens in Minute 75, als der eingewechselte Ole Grunow einen Eckball per Kopf zur Führung veredelte und den FSV damit mitten ins Herz traf. Nun mussten die Gastgeber wieder deutlich mehr für das Spiel tun, blieben aber dran und warfen alles in die Waagschale. Während Maximilian Klug in guter Position noch geblockt werden konnte, machte es Nico Gust fünf Minuten vor dem Ende besser. Nach einer Tank-Ecke reagierte er am schnellsten und vollendete ins kurze Eck. Anschließend passierte vor den Toren nicht mehr viel, dafür aber an der Seitenlinie. Nach einer unübersichtlichen Situation zwischen Markus Klaeske und Christian Hildebrandt, bei der eigentlich längst abgepfiffen worden war, sah Letztgenannter glatt rot, während Klaeske minutenlang behandelt werden musste. So bekam die bis dato sehr faire Partie für einen Moment doch noch Derbycharakter.

Mit dem Unentschieden können beide Teams schließlich gut leben. Blau-Weiß springt durch den Punkt wieder auf Platz 6, bleibt aber fünf Zähler hinter dem Lokalrivalen, der weiterhin Vierter ist.

Torfolge: 1:0 Ehlert (44.), 1:1 Krüger (58.), 1:2 Grunow (75.), 2:2 Gust (85.)

Blau-Weiß mit: Borchardt, Stark, Weylo, Walter, Klug, Tank (Felzmann), Hildebrandt, Ehlert, Gust (von Woedtke), Voigt, Sander

 

GFC II mit: Bohm, Klaeske, Schröder (Sucher), Glandt, Werwath, Otto, Schönfeld (Grunow), Krüger, Sundt, Freimanis, Esko (Kitschke)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0